Unsere Forschungsansätze behandeln das interdisziplinäre Feld, das sich aus den Begriffen Leadership, Personality und Innovation ergibt. Dabei kann die Betrachtung auf Basis aller wissenschaftlicher Disziplinen erfolgen und ist nicht allein beschränkt auf Analysen aus der Betriebswirtschaft oder Managementlehre. Die Einbeziehung unterschiedlicher, beispielsweise politischer und gesellschaftlicher Aspekte verdeutlicht zudem die transferorientierte Ausrichtung.

Als Forschungsinstitut verfolgt die SISP Forschungskooperationen mit verschiedenen sowohl nationalen als auch internationalen Partnern. Darüber hinaus setzt SISP auch eigene Forschungsprojekte zu den Forschungsschwerpunkten Leadership, Personality und Innovation um. Im Folgenden sind Projekte aufgeführt, die zum einen im Rahmen der Zusammenarbeit mit der Ludwig-Maximilians-Universität München  in Form von Disserationen umgesetzt wurden und zum anderen eigene, aktuelle Forschungsaktivitäten abbilden.

Aktuelle Projekte

Simone Alvarenga

Organizational effects of digital transformation in leadership: a multiple case study in South Brazil (working title)

The proposed research seeks to answer the question: how digital leadership is established among key stakeholders in the digital transformation, within the selected sectors in South Brazil? The reason that this phenomenon was chosen for this research is justified due to its relevance in the contemporaneity, moreover as an opportunity that it presents, as it relates to technology development, business leadership, as well as a prospect for new ways of addressing the topic of new technologies, aligned with the possibility of new business, offering as well the chance of emerging further scientific research on the topic. The proposed study is qualitative oriented, adopts a phenomenological paradigm, and sustain the stated research aim, as to understand how digital leadership is developed among different stakeholders in the digital transformation. Moreover, the research objective is to elaborate a framework identifying key aspects from the digital leadership concept among key stakeholders within the phenomenon of digital transformation.

Abgeschlossene Projekte

Norbert Beck

Konsumentenakzeptanz von mobilen Click & Collect Systemen als Determinante der Kaufentscheidung. Dargestellt an kleinen und mittleren stationären Einzelhandelsgeschäften, Stuttgart: Steinbeis-Edition, 2016.   

Dem stationären Einzelhandel gelingt es nicht vom E- und M-Commerce zu profitieren. Click & Collect könnte eine Lösung sein, um dem Umsatzabfall im stationären Einzelhandel entgegenzuwirken, indem es die Stärken stationärer Geschäfte mit denen von mobilen Geschäften und Internetgeschäften verbindet. Denn Click & Collect ermöglicht es dem Konsumenten, im Internet zu bestellen und die bestellten Produkte im stationären Geschäft abzuholen. Die vorliegende Publikation erweitert dokumentierte Theorien hinsichtlich Synergien im Cross-Channel Einzelhandel, speziell im Bereich Click & Collect. Für die Praxis zeigen die Ergebnisse Möglichkeiten auf, inwieweit das stationäre Einzelhandelsgeschäft durch die Integration passender Online-Angebote profitieren kann und langfristig Konsumenten an die stationären Einzelhandelsgeschäfte gebunden werden können.

 

Christian Buske

Corporate Foresight in Energieversorgungsunternehmen. Konzeption und empirische Überprüfung eines Reifegrad-Modells, Identifikation von Zukunftsthemenfeldern sowie Ableitung von Gestaltungshinweisen, Stuttgart: Steinbeis-Edition, 2016.   

Die Energiemarktliberalisierung im Jahr 1998 war in ihrem Ausmaß ein bisher einmaliger Paradigmenwechsel der deutschen Energiewirtschaft. Aufgrund der politisch-rechtlichen Entwicklungen wurde der vormals nahezu statische Markt mehr oder weniger plötzlich den Gesetzmäßigkeiten marktwirtschaftlichen Wettbewerbs ausgesetzt. Die Auswirkungen dieser grundlegenden Veränderung am deutschen Energiemarkt sind bis heute allgegenwärtig. Zudem beschleunigt die aktuell stattfindende Energiewende den Transformationsprozess in der Energiebranche. Die betroffenen Energieversorgungsunternehmen haben in Anbetracht der zahlreichen Unsicherheiten kaum klare strategische Antworten auf die Herausforderungen der Zukunft gefunden. Gerade in Zeiten mit einer dynamischen und komplexen Umwelt ist das Erkennen und flexible Nutzen sich bietender Gelegenheiten jedoch überlebenswichtig. Entsprechend sollten EVU sich nicht bedingungslos den Marktentwicklungen hingeben, sondern die sich bietenden Chancen und Möglichkeiten durch den Wandel aktiv suchen. Dies kann durch Corporate Foresight realisiert werden. Der Autor legt seinen Schwerpunkt zunächst auf die Konzeption und statistische Überprüfung eines Modells zur Messung der Zukunftsorientierung (Corporate Foresight) von Energieversorgungsunternehmen. Dabei wird auch der Einfluss von internen und externen Kontextfaktoren auf diesen Reifegrad sowie der Nutzen, der sich durch die Anwendung von Corporate Foresight ergibt, analysiert. Abschließend geht der Autor auf zentrale Zukunftsthemen von Energieversorgungsunternehmen ein und leitet zahlreiche Propositionen zu zukünftigen Geschäftsfeldern ab.

 

Ardin Djalali

A didactic perspective on leadership education – focussing on the development of competencies within MBA programs, Stuttgart: Steinbeis-Edition, 2017.

Future economic growth and social progress rely in knowledge societies on innovation. Leaders and entrepreneurs require the formation of competencies as the fundamental condition for innovation and sustainable entrepreneurial success. Ardin Djalali explores – in the light of the widespread failures in leadership worldwide – how the education of leaders is didactically and substantively designed and internationally implemented in the course of Master of Business Administration (MBA) study programs. Teaching objectives, course contents, teaching methods, teaching media, and exam formats in different MBA programs are analyzed and compared with regionally-specific competence developments and profiles. The research provides inspiration for a future-oriented teaching framework for Master of Business Administration study programs, which does justice to the demands of the real world and is culturally sensitive.

 

Stefanie Kisgen

The Future of Business Leadership Education in Tertiary Education for Graduates, Stuttgart: Steinbeis-Edition, 2017.

Business schools and business leadership education in tertiary education are faced with multiple challenges. At least since the (global) financial crisis of 2007–2009, critical and controversial debates ensued on the quality of business leadership education, particularly with regard to ethical dimensions. Against this background, and along with the current development of the political, economic, social, and technological environment, business leadership education in tertiary education for graduates has to be scrutinized and – where appropriate – redesigned.

In order to equip tomorrow’s business leaders with the necessary competencies to cope with the challenges of a complex and uncertain world in the 21st century that is driven by globalization and accelerated technological advancements, a pedagogical infrastructure is required that nurtures the development of a student’s (creative) personality.

Based on a sound theoretical foundation, together with requirements from the corporate level, seven principles for a curriculum design of business leadership education in tertiary education were proposed in this work. They laid the foundation for subsequent qualitative research of selected Master’s Programs in business leadership education. A Delphi-based scenario study was conducted, incorporating more than 100 experts worldwide in order to define the objectives for the long-term future (2030) of business leadership education in tertiary education. Four scenarios for post-graduate business leadership education in the tertiary education sector for the year 2030 were elaborated. Thus, main stakeholder groups were prepared to cope with different potential future Settings.

Moreover, this research contributes to further improve and continuously develop business leadership education in tertiary education to become state of the art.   

 

Jens Mergenthaler

Leadership Education – ein abduktiver Entwurf. Über eine Phänomenologie eines pädagogischen Führungsbegriffs und ein von diesem abgeleitetes paradigmatisches Konzept der pädagogischen Beschäftigung mit dem „Phänomen Führung“, Stuttgart: Steinbeis-Edition, 2017.

Führung ist eines jener Phänomene, das einmal mehr und einmal weniger in Mode ist, das manchmal eher am Rande oder obsessiv diskutiert wird, das jedoch niemals gänzlich seine Anziehungskraft zu verlieren scheint. Es verwundert daher nicht, dass unzählig über „Führung“ nachgedacht, diskutiert und geschrieben wurde und wird. Es mangelt beim „Phänomen Führung“ einerseits weder an wissenschaftlichen Erkenntnissen geschweige denn an praktischen Ratschlägen. Und es mangelt beim „Phänomen Führung“ andererseits ebenso wenig an pädagogischen Einsichten und didaktischen Konzepten für eine Bildung von Führungskräften. Nichtsdestotrotz werden in der vorliegenden Arbeit (erneut) grundlegende Fragen gestellt: Was ist dieses „Phänomen Führung“ eigentlich? Und wie könnte eine Bildung ausgestaltet sein, durch die Menschen in die Lage versetzt werden, dem „Phänomen Führung“ als Prinzip und Ursache zugrunde zu liegen? Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, ein paradigmatisches Konzept für eine „Leadership Education“ zu schaffen. Das Vehikel hierzu ist die Abduktion, jener kreative Prozess der Theoriebildung. Ein solches Vorgehen führt ausdrücklich nicht dazu, dass das in dieser Arbeit geschaffene Konzept besser, richtiger, passender sei als ein anderes. Diese Arbeit ist daher natürlich kein Schlusspunkt der Diskussion über das „Phänomen Führung“. Vielmehr soll die vorliegende Arbeit der bildungswissenschaftlichen und bildungspraktischen Beschäftigung mit dem „Phänomen Führung“ als ein erneu(er)ter Anfangspunkt dienen, der zugleich überzeugend als auch wünschenswert ist.